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HZ-EDITION

 

Stand: 08. 09. 2007

 

Welturaufführung in Soltau "ORCHESTLANDIA"

 

 

 

 

 

Eindrucksvolles Märchen von böser Hexe und verwunschenen Instrumenten

 

 

 

 

 

 

Aufführung von "Orchestlandia" in der Soltauer Bibliothek Waldmühle ein voller Erfolg - Abwechslungsreiche Komposition

 

 

 

 

 

hh Soltau.

Egal ob Jung oder Alt, das Publikum bei den beiden ersten Aufführungen von „Orchestlandia“ in der Bibliothek Waldmühle war fasziniert. Geboten wurde ein eindrucksvoll geschildertes Märchen von verwunschenen Instrumenten, böser Hexe, fürchterlichem Drachen und mutigem, stolzem Mädchen. Dazu eine Komposition abwechslungsreicher, mal lautmalender, mal sinfonischer Musik mit eingehender Melodie, mal mit überwältigender Ausdruckskraft, mal mit schwebender Leichtigkeit. „Wir wollten etwas für die Musikschule tun“, erläutert nach der Vorstellung Komponist Jacek Ansgar Rabinski den Grundgedanken des Werkes. Daraus entstand die Geschichte „Im Instrumentenwald“ von Andres Wulfes, in der das Mädchen Charlotte in jenem Märchenwald den verstreuten Instrumenten hilft. Diesen wurde von der bösen Hexe Arhythmia und dem Drachen Dissonanza die Fähigkeit geraubt, gemeinsam zu spielen. Und so wie sie in der hervorragend von Schauspieler Andreas Goehrt vorgetragenen Geschichte mit Rhythmus und Notenschlüsseln zusammenfinden, so wechselt auch ihr Spiel von Dissonanzen und atonaler Musik über Improvisationen zum Orchesterlied, das im Finale eine leicht verjazzte Variante bekommt. Dazwischen ertönten furchterregende Klänge, wenn Hexe oder Drache in das Geschehen eingreifen.

Flott erzählte Geschichte

Bei beiden Aufführungen reichten die Stühle nicht aus, um alle Neugierigen aufzunehmen. Sie bedauerten nicht, sich der Erzählung mit Musik – oder der Musik mit Erzählung hingegeben zu haben. Denn das Zusammenspiel der spannenden, flott und plastisch erzählten Geschichte und der damit gekonnt abgestimmten Musik begeisterte. Dazu trugen wesentlich die Vortrags- und Darstellungskunst des Sprechers, das leidenschaftliche Spiel des Musikschulorchesters und die gekonnte Abstimmung untereinander bei.

 

 

 

 

 

Böhme Zeitung, Soltau, erschienen am 4.9.2007

 Download im PDF-Format ep_pdf.pdf

Lesen sie auch den Artikel auf der Website: Musikschulen-Niedersachsen

 

 

 

 

Uraufführung in Soltau "Sinfonietta"

 

Orchester der Heidekreis-Musikschule spielt Werk von Rabinski


hh Soltau. „Ich bin froh, daß es damals mit der Aufführung nicht geklappt hat“, dankte Komponist Jacek Rabinski dem Sinfonischen Orchester der Musikschule für dessen Leistung bei der Aufführung seiner Sinfonietta. Diese war der dritte Teil des Familienkonzertes der Heidekreis-Musikschule in der Soltauer Bibliothek Waldmühle, bei dem das Orchester eine überzeugende Probe seines Könnens und seiner Spielfreude bot. Dabei paßten die Musiker ihr Spiel der Enge der voll besetzten Waldmühle an, in der einige der zahlreichen Zuhörer das Konzert stehend genossen.Das Programm begann mit der Ouvertüre im italienischen Stil Opus 170 D 591 von Franz Schubert. Unter der konzentrierten und ruhigen Führung von Hartwig Wulfes verlieh das Orchester dem Werk die angemessene Leichtigkeit und überzeugte mit harmonischem Zusammenspiel. Beim anschließenden Klavierkonzert A-DurBWV 1055 von Johann Sebastian Bach begeisterte Elisabeth Reda am Klavier mit einem virtuosen, sicheren Spiel, das von den Streichernmal temperamentvoll und wetteifernd, mal ruhig und unterstreichen ergänzt wurde.

 

Die aus drei Sätzen bestehende kleine Sinfonie des aus Polen stammenden Berliner Konzertgitarristen, Pädagogen und Komponisten wurde ursprünglich für das Berliner Ärzteorchester geschrieben, kam dann aber nicht zur Aufführung. Überarbeitet wurde es bei dem Konzert erstmal öffentlich aufgeführt. Das in „absoluter Tonalität“ unter Verwendung von nur sieben, skaleneigenen Tönen komponierte Werk bot ganz eigene Reize, erinnerte an die jiddische Musik von Anatevka und überraschte mit spannenden Tempowechseln, Stimmungsumbrüchen und temporeichen, eingängigen Melodien. Er habe aus Überzeugung seinen Stil gewechselt, sagte der Komponist, weil er in den Naturtönen mehr die Spiegelung Gottes sehe. Die äußerst klassisch angelegte Sinfonietta mit den ersten beiden Sätzen in A-Moll und dem dritten Satz in C-Dur sei auf Liebhaberorchester abgestimmt. Der engagierte Vortrag des Musikschulorchesters habe ihn begeistert. Es habe bewiesen, daß

 

Energie und Spielfreude einem Stück mehr geben könnte als 100-prozentige, professionelle Distanziertheit, meinte Rabinski nach der Aufführung. Jeder Komponist habe immer noch Wünsche, doch er sei froh, über die Freude an der Musik, die vom Orchester auf das Publikum übersprungen sei. Damit sei die erste Aufgabe der Musik, die Herzen anzusprechen, erfüllt worden.Das Publikum dankte der Solistin Elisabeth Reda, dem Komponisten, dem Dirigenten Hartwig Wulfes und den Musikern des Sinfonischen Orchesters mit begeistertem Applaus für den musikalischen Hochgenuß.

(aus:Böhme-Zeitung, Soltau vom 23.11.2005)

 

"Psalm 23" mit Schülern der Jahrgangsstufe 11

 

Sehr geehrter Herr Rabinski,                                                               Sonntag, 13.11.2005

 am Mittwoch, dem 9. November (!) haben wir mittelbar mit Ihnen eine sehr nachdrückliche Stunde im katholischen Religionsunterricht erlebt. Karsten Lauke und Andrea Häfer vom Mecklenburgischen Staatstheater waren unsere Gäste und ließen uns Ihren "Psalm 23" auf intensive, virtuose und wunderbare, persönliche Weise erleben - noch lange nach dem Unterricht klang die Musik in mir nach.

Zwei Schülerreaktionen möchte ich Ihnen gern sinngemäß mitteilen und mich ganz herzlich - auch im Namen meiner 13 Schüler des 11. Jahrganges - bei Ihnen bedanken.

 Jelena, eine junge Pianistin: "Ich kann meine Gefühle in der neuen Sprache noch nicht schnell genug so differenziert ausdrücken, wie ich gerne möchte (Jelena ist vor kurzem aus Russland zu uns gekommen), und selten warten die anderen so lange, wie ich brauche, um mir alles zu übersetzen. Aber heute ging es mir gut - die Musik ist so unmittelbar da, keine asynchrone Übersetzung ist nötig, man versteht sich ohne Worte, nur über das Empfinden."

Anne: "Ich habe mir im Vorfeld gedacht, na ja, da kommen heute Musiker und werden Zeile für Zeile illustrierend 'abspielen', eher wie ein typisches Kirchenlied - davon versprach ich mir nicht viel Aufschluss über den Text. Aber der Komponist hat ja gar nicht Silbe für Silbe vertont, sondern seine Gefühle zum Psalminhalt, und diese Interpretation hat in mir viel zum Klingen gebracht - das empfand ich als tiefe, dialogische Erfahrung."

 Mit 'dankbaren Gefühlen nach dem Sturm' grüßt Sie herzlich aus Schwerin

Susanne Petermann, Religionslehrerin am Gymnasium Fridericianum

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